Pressekonferenz: Präsentation“mental health days-Studie 2025”
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19.01.2026, 10.00 im Projektbüro der mental health days
Zur psychischen Situation österreichischer Kinder und junger Erwachsener
Lebenszufriedenheit steigt, depressive Symptome sinken: „mental health days-Studie 2025" zeigt Trendwende bei Jugendlichen
Jugendliche verbringen täglich 31 Minuten weniger am Smartphone
Wien, 19. Jänner 2026 – Jugendliche in Österreich verbringen deutlich weniger Zeit am Smartphone als noch im Vorjahr. Laut der heute präsentierten “mental health days-Studie 2025” sank die tägliche Smartphone-Nutzung im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 31 Minuten. Gleichzeitig zeigen die Daten erstmals seit Beginn der Erhebung eine steigende Lebenszufriedenheit und eine rückläufige depressive Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen.
„Die Ergebnisse sind erfreulich: Zum ersten Mal seit Beginn unserer Erhebung steigt die Lebenszufriedenheit und sinkt die Depressivität. Ebenso nimmt die Nutzung von Social Media und Smartphones erstmals wieder ab“, sagt Studienautor Tobias Dienlin (Universität Zürich).
Die Studie basiert auf den Angaben von 8.177 Schüler:innen und Lehrlingen mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren. Jugendliche verbrachten 2025 im Schnitt 190 Minuten pro Tag am Smartphone; im Jahr davor waren es noch 221 Minuten. Auch die Nutzung sozialer Netzwerke ging deutlich zurück, von 96 auf 80 Minuten täglich.
Parallel dazu nahm der Anteil von Jugendlichen mit erhöhter depressiver Symptomatik ab. Während 2024 noch 15 % der Befragten entsprechende Symptome berichteten, waren es im Folgejahr 12 %.
„Internationale Daten zeigen, dass wir uns seit Jahren in einer mental-health-Krise befinden. Zum ersten Mal sehen wir nun auch Anzeichen für eine Verbesserung in aktuellen Studien“, sagt Paul Plener, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und wissenschaftlicher Beirat von VsUM. „Das ist Anlass zur Hoffnung und kann ein Zeichen dafür sein, dass die Anstrengungen der letzten Jahre, psychischer Gesundheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken, Wirkung zeigen. Gleichzeitig müssen wir an diesem Thema dranbleiben, um die Situation weiter zu verbessern.“
Die Ergebnisse zeigen jedoch weiterhin soziale Unterschiede: Mädchen, divers-identifizierende Jugendliche sowie junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Lebenslagen berichten über stärkere psychische Belastungen. Eine häufigere Nutzung sozialer Netzwerke steht zudem in Zusammenhang mit geringerer Lebenszufriedenheit und höherer depressiver Symptomatik.
„Die Ergebnisse zeigen, dass weniger Social-Media-Nutzung mit höherer Lebenszufriedenheit einhergeht“, sagt Golli Marboe, Obmann des Vereins eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien (VsUM) und Initiator der mental health days. „Wir sollten uns fragen, wie wir im Alltag und insbesondere in Schulen mehr bewusst gestaltete, social-media-freie Räume schaffen können.“
Die mental health days verbinden wissenschaftliche Forschung mit Präventionsarbeit an Schulen. Seit Projektbeginn wurden an 272 Schulen mehr als 3.500 Workshops durchgeführt und rund 197.000 Schüler:innen und Lehrlinge erreicht.
Am Podium saßen die drei Studienautoren Tobias Dienlin (Universität Zürich), Paul Plener (Medizinische Universität Wien) sowie Golli Marboe, Initiator der mental health days. Ergänzend brachte Emma Birenti, Mitglied des Jugendbeirats von VsUM, die Perspektive junger Menschen in die Diskussion ein.
Das elektronische Pressekit inkl. Aufzeichnung der Pressekonferenz sind auf der Website www.mentalhealthdays.eu abrufbar.
Weitere Informationen: www.mentalhealthdays.eu
Pressekontakt: Iris Haschek, Leiterin der mental health days
presse@mentalhealthdays.eu
Gesprächspartner:innen beim Termin
Tobias Dienlin, Studienautor, Universität Zürich
Zu den aktuellen Ergebnissen der Studie, insbesondere zu sozioökonomischen Aspekten der Wechselwirkung von Social Media und psychischer Gesundheit
Paul Plener, Studienautor, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH Wien, Wissenschaftlicher Beirat VsUM/mental health days
Zur psychischen Situation österreichischer Kinder und junger Erwachsener
Emma Birenti, Mitglied des Jugendbeirats von VsUM
Golli Marboe, Initiator der mental health days, Obmann von VsUM
Zum Rückblick 2025 und Ausblick 2026 der mental health days
Livestream: mentalhealthdays.eu
Rückfragen: presse@mentalhealthdays.eu
Montag, 19.01.2026, 10.00 Uhr, im mental health days-Produktionsbüro: Währingerstraße 33, Tür 11, 1090 Wien
Pressekonferenz: Wie geht es eigentlich der Psyche der Pädagog:innen?
Was macht Pädagog:innen im Berufsalltag am meisten Druck?
Wie gut fühlen sie sich im Umgang mit psychischen Krisen unterstützt – von der Direktion, von Kolleg:innen, von der Bildungsdirektion?
Wie häufig finden Supervisionen, Intervisionen oder Fortbildungen zum Thema psychisches Wohlbefinden statt?
Gibt es Leitfäden zum Umgang mit psychischen Krisen – und werden sie genutzt?
Und: Sollten psychologische oder psychotherapeutische Gespräche Teil des Berufsalltags sein – kostenlos, während der Arbeitszeit?
Diese und weitere Fragen standen im Zentrum einer bundesweiten Umfrage, die VsUM / mental health days im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer:innen und Ausbildner:innen durchgeführt hat.
91 Schulen - 8 Bundesländer - 2.514 Pädagog:innen
Lehrkräfte aus Mittelschulen, Gymnasien, Berufsschulen und Oberstufen wurden anonym via Mentimeter zu ihrem psychischen Wohlbefinden im schulischen Alltag befragt.
Was bedeuten die Ergebnisse Zahlen für den Alltag in Schulen?
Diese Ergebnisse wurden am 23. September um 10.00 Uhr im Produktionsbüro der mental health days und via Livestream präsentiert und von Expert:innen analysiert.
Mit:
Andrea Birbaumer, Obfrau der Berufsvertretung GkPP (Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen), Gesundheitspsychologin, Arbeits- und Organisationspsychologin
Simon Brandstätter, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Obfrau-Stv. der GkPP
Und:
Michel Fleck, Direktor der WMS/RG/ORG antonkriegergasse
Moderiert von:
Maya Tauscher, Mitglied des Jugendbeirates von mental health days, VsUM
Golli Marboe, Initiator der mental health days, VsUM
Buchpräsentation “Jugend unter Druck”
Mit den Autor:innen Caroline Culen & Golli Marboe
Moderation: Johann Kneihs
Residenz Verlag: Claudia Romeder
05.09.2025, 09.00 Uhr
Währinger Str. 33-35/11, 1090 Wien und Online
Pressekonferenz: Schulbeginn & Leistungsdruck”
Mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr, ÖBVP-Präsidentin Barbara Haid, Mitglied des Jugendbeirats der mental health days & VsUM Julia Miklas und mental health days-Initiator Golli Marboe
14.08.2025, 09.00 Uhr
Währinger Str. 33-35/11, 1090 Wien und Online
Presseunterlagen zur Konferenz:
Die mental health days gehen ins vierte Schuljahr
Im Rahmen der Pressekonferenz geben wir einen Überblick über die Entwicklung der mental health days seit ihrem Start und informieren über die geplanten Schwerpunkte im Schuljahr 2025/26.
Ein zentrales Thema ist der Leistungsdruck, den junge Menschen im Schul- und Ausbildungskontext erleben.
Wir präsentieren aktuelle Daten zur Selbsteinschätzung von Schüler:innen und Lehrlingen, die im Rahmen der mental health days mittels Mentimeter-Umfragen erhoben wurden – in vierten Klassen der Sekundarstufe I sowie bei Lehrlingen im ersten Ausbildungsjahr.
Die Stichprobe umfasst 14.391 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren an 138 Schulen in 8 Bundesländern.
Ergänzend dazu zeigen wir Auszüge aus Umfragen unter Erziehungsberechtigten und Pädagog:innen: In diesen Befragungen wird Leistungsdruck regelmäßig als eine der größten psychischen Belastungen für Jugendliche genannt.
Darüber hinaus wird die Einrichtung eines Jugendbeirats vorgestellt.
Gesprächspartner:innen beim Termin
Christoph Wiederkehr, Bundesminister für Bildung
Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie & Wissenschaftlicher Beirat VsUM
Julia Miklas, Vertreterin des neuen VsUM-Jugendbeirats
Golli Marboe, Initiator der mental health days, Obmann von VsUM
ERGEBNISSE DER “MENTAL HEALTH DAYS”-STUDIE 2023
Finanzielle Unterstützung
Ideelle Unterstützung
Auf welcher Grundlage wird unterrichtet?
Auf wissenschaftlicher Basis.
Die Netzwerkpartner bringen ihre Expertise in den Vorträgen ein und stellen Hilfsangebote zur psychischen Gesundheit vor. Diese Partner sind renommierte bundesweite aktive und auch regionale Hilfsorganisationen.
Bei den Pilotveranstaltungen 2022 haben wir mit Impulsgeber:innen folgender Institutionen sowie mit selbständigen Expert:innen zusammengearbeitet: